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Abschied von Kamerad Klaus Matz

Am 06.06.2020 begleiteten wir unseren Kameraden Löschmeister Klaus Matz auf seinem letzten Weg. Kamerad Matz konnte auf 54 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen zurückblicken. Er verstarb im Alter von 71 Jahren.

Ruhe in Frieden!

Quarantäne für die Einsatzbereitschaft

Ausbildung

Die andauernde Corona-Krise hält alle in Atem. So auch die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Wir als Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen haben uns mit unserer Bürgermeisterin am 13.03.2020 dazu entschlossen, dass wir Gruppen bilden, diese Gruppen jeweils auf Corona testen lassen und die betreffenden Kameradinnen und Kameraden anschließend in Quarantäne setzen. Ziel ist es, den Brandschutz und die technische Hilfeleistung in unserem Gemeindegebiet sicherzustellen.

Bisher gibt es zwei Gruppen. Die erste Gruppe stellte die Einsatzbereitschaft vom 14.03.2020 bis zum 27.03.2020 sicher. Das bedeutet, dass neun Kameraden bei der Feuerwehr lebten, ohne Kontakt zu anderen Personen zu haben – auch nicht zur Familie.

1. Gruppe

In diesem Zeitraum bewältigten sie alle anfallenden Einsätze, die mit dieser Mannschaftsstärke bewältigt werden konnten. Zu insgesamt neun Einsätzen wurde die erste Gruppe alarmiert, bei lediglich einem Einsatz mussten weitere Kräfte der FF Stadt Bergen auf Rügen zur Unterstützung nachalarmiert werden. Doch hatten diese Kameraden ganz klare Regeln einzuhalten: Unter anderem durften sie keinen Kontakt zu den in Quarantäne befindlichen Kameraden haben und sich auch nicht frei im Gerätehaus bewegen. Selbst die Fahrzeuge, die genutzt werden durften, waren von vornherein festgelegt.

Die zweite Gruppe löste die erste am 27.03.2020 ab und ist zum jetzigen Zeitpunkt noch bis zum 10.04.2020 in Quarantäne. Es ist geplant eine dritte Gruppe zu aktivieren, die Planungen sind bereits in vollem Gange.

2. Gruppe

Der Dienstbetrieb bleibt vorerst bis zum 30.04.2020 komplett eingestellt. Wir möchten uns vorab schon mal bei allen Kameraden bedanken, die sich bereit erklärt haben, in Quarantäne zu gehen. Denn das ist keine Selbstverständlichkeit, da man bedenken muss, dass wir eine Freiwillige Feuerwehr sind. Auch den Arbeitgebern und Dienstherren, die unsere Kameraden von der Arbeit freigestellt haben, gilt ein großer Dank. Außerdem auch der Stadt Bergen auf Rügen, die den Kameraden das Leben in Quarantäne so gut wie nur möglich unterstützt hat. Dank gebührt insbesondere unserer Bürgermeisterin Frau Anja Ratzke und dem Abteilungsleiter im Ordnungsamt, Benno Kondziella. Auf jeden Fall werden wir alles dafür tun, um weiterhin für Ihre Sicherheit da zu sein! Bleiben Sie gesund.

Ihre Kameradinnen und Kameraden der FF Stadt Bergen auf Rügen.

Oberbrandmeister Daniel Kruse
stellv. Gemeindewehrführer FF Stadt Bergen auf Rügen

Viel los beim Blaulichttag

22. Juni, 17 Uhr – da war er schon wieder vorbei, der Blaulichttag 2019, der als zweijährliches Event fest im Bergener Veranstaltungskalender verankert ist.

Fahrzeugschau

Auch in diesem Jahr konnten die Organisatoren bei strahlendem Sonnenschein wieder rund 1.000 große und kleine Besucher auf dem Gelände im Stadtpark Rotensee begrüßen. Vor allem für die Jüngsten war dieses Mal jede Menge dabei: Clown Max sorgte im „Kinderland“ für gute Laune bei Zuckerwatte und Waffeln am Stiel, beim Trampolinspringen und vielen anderen Spielen für die kleinen Gäste.

Das Rauchhaus.

Nebenan zeigten Feuerwehr, Zoll, Bundespolizei, DRK, JUH, die Rettungshundstaffel Jasmund, die Fachhochschule Güstrow in Vertretung für die Landespolizei, die Rügener Verkehrswacht, die Deutsche Bahn und einige teils ehrenamtlich arbeitende Organisationen, was sie drauf haben. Neben der Technikschau der Feuerwehr, die ihren gesamten Fahrzeugpark aufgefahren hatte, wurden stündlich Fettbrandexplosionen simuliert: Dazu wurde in siedendes Fett etwas Wasser gegeben, woraufhin eine meterhohe Stichflamme aus dem Topf emporstieg. Die Kombination aus heißem Fett und Wasser ist übrigens eine der Hauptursachen für Küchenbrände. Selbst kleine Mengen von heißem Öl, etwa in einer Pfanne, können, wenn sie mit Wasser abgekühlt werden, eine Explosion verursachen, die die ganze Küche in Flammen setzt. Buchstäblicher Höhepunkt war der Sturz eines Dummys von der ausgefahrenen Drehleiter auf das Sprungkissen.

„Vorsicht! Nicht streicheln!“ hieß es bei den Schauvorführungen des Zolls: Die scharfen Spürnasen der Schäferhunde wurden auf Schmuggelware angesetzt. Selbst kleinste Mengen von Drogen fanden die Tiere in Koffern voll anderer duftender Dinge, wie zum Beispiel getragenen Socken.

Fettbrandexplosion.

Doch stellten die verschiedenen Organisationen nicht nur ihre Arbeit vor, sondern warben auch für sich. So konnte man sich unter anderem an den Ständen der Landespolizei und der Deutschen Bahn AG über Ausbildungsberufe informieren. Die Feuerwehr indes informierte über die Mitgliedschaft bei den Brandschützern. Vor allem Kinder nutzten die Gelegenheit, erste Kontakte zur Jugendfeuerwehr zu knüpfen und auch der ein oder andere Mitgliedsantrag wurde gleich mit nach Hause genommen.

„Wir können sehr zufrieden sein“, sagte am Ende des Tages Oberbrandmeister Daniel Kruse, der den diesjährigen Blaulichttag mitorganisiert hatte. Und weiter: „Es ist schön, dass so viele Besucher gekommen sind. Auch das zeigt, dass das Ehrenamt fester Bestandteil in unserer Gesellschaft ist und auch sehr wertgeschätzt wird.

Und schließlich: Nach dem Blaulichttag ist vor dem Blaulichttag. Und so freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten im Jahr 2021 und wie immer Ende Juni im Stadtpark Rotensee.

FM M. Lietz

Freiwillige Feuerwehr trainiert Gefahrgutunfall

Achtung Gefahr!

Gefahrgutunfall in der Rugardstraße, Bergen auf Rügen! Austritt von 98-prozentiger Schwefelsäure! Eine verletzte, nicht ansprechbare Person! Weitere Lagesituation unklar!“ Was in dieser Kurzform nüchtern klingt, ist im Notfall dramatisch. Bei Unfällen mit Chemikalien drohen ganz besonders große Gefahren für Leib und Leben. Verätzungen der Haut sind da noch leichtere Verletzungen: Mit der Luft eingeatmete chemische Dämpfe greifen sofort die Lungen an und führen schnell zu Bewusstlosigkeit, im schlimmsten Fall zum Tod durch Ersticken. Auch an der „frischen Luft“.

Fast einsatzbereit.

Zum Glück passiert das zwar nur sehr selten, aber es passiert. Um für solche Einsätze bereit zu sein, muss trainiert werden und ist fester Bestandteil der Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergen auf Rügen. Um in den Gefahrguteinsatz gehen zu können, benötigt man die sogenannte CSA-Ausbildung (Chemikalienschutzanzugträger). Allerdings werden im Einsatzfall auch Feuerwehrleute ohne diese Qualifikation benötigt, denn es braucht für den Aufbau des nötigen Equipments helfende Hände und auch beim Anziehen der CSA-Anzüge brauchen die jeweiligen Träger immer einen Helfer der sie unterstützt den Anzug richtig anzuziehen. Beim Dienstabend am vergangenen Donnerstag wurde das eingangs beschriebene Szenario umfassend trainiert. Mit insgesamt fünf Fahrzeugen rückten die Kameradinnen und Kameraden zur Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) aus, wo ein Unfall mit Chemikalien nachgestellt worden ist.

Auch das gehört dazu.

Sofort nach der Ankunft werden die Befehle ausgegeben: Der vier Mann starke CSA-Trupp zieht sich zuerst mit Unterstützung der sogenannten Helfer die CSA Anzüge an. Unterdessen baut ein anderer Trupp aus Steckleitern und Plane einen Notdekontaminationsplatz auf. Vom Hydranten aus wird eine rund 100 Meter lange Wasserversorgung zum Notdekon-Becken gelegt – und das hat innerhalb von nur 15 Minuten nach Einsatzbereitschaft des CSA-Trupps zu geschehen. Während andere Kameradinnen und Kameraden zuvor die weiträumige Absperrung errichtet haben, bauen weitere das Schnelleinsatzzelt auf: Es gewährleistet, dass sich Kameraden vor Wind und Wetter geschützt umziehen bzw. im Bedarfsfall andere Schutzausrüstungen anziehen können.

Dekontamination.

Mittlerweile bewegt sich der CSA-Trupp in seinen schweren Chemikalienschutzanzügen auf die in etwa 50 Metern entfernt liegende bewusstlose Person zu, neben der ein umgekippter Behälter mit der Schwefelsäure befindet. Oberste Priorität hat das Retten von Leben. Der Trupp gibt während der Rettungsaktion laufend Lagemeldungen an den Einsatzleiter ab, der den gesamten Einsatz genauestens koordiniert. Unterdessen ist die bewusstlose Person gerettet, der Kanister gesichert worden. Auf einer Trage wird der Verunglückte aus dem Gefahrenbereich gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Doch aus der Enge und drückenden Hitze der Schutzanzüge dürfen die darin Eingeschlossenen noch längst nicht heraus, denn die Anzüge sind während des Einsatzes mit der Säure kontaminiert worden. Am Notdekontaminationsplatz stehen bereits zwei Kameraden in gelben Schutzanzügen und Waschbürsten bereit. Nacheinander besteigen die Mitglieder des CSA-Trupps das Becken und werden abgeschrubbt, dekontaminiert, sodass sie im Schnelleinsatzzelt ihre mehr als 35 Kilogramm schwere Ausrüstung gefahrlos ablegen können.

Und das tun sie dann endlich auch. Wieder mit Hilfe von vier Kameraden. Zwar steckten sie nur für etwa 30 Minuten in den Anzügen, doch sieht man ihren schweißbedeckten Gesichtern die Erschöpfung deutlich an.

Es erfolgte eine Auswertung. Der Ausbildungsleiter Frank Blohm lobte alle Anwesenden für ihre sehr gute Mitarbeit, mahnte allerdings auch an, dass diese Übung unter idealen Bedingungen abgelaufen sei. Denn nicht immer handle es sich bei Gefahrgutunfällen um kleine umgekippte Kanister im Freien und bei Tage, sondern könnten in ihren Dimensionen auch wesentlich umfangreicher ausfallen.

Man kann sich natürlich fragen, wo denn auf unserer Insel schon Gefahrgutunfälle passieren sollten. Die Gegend ist ja schließlich eher landwirtschaftlich geprägt. Doch der Schein trügt. „Chemikalien werden in vielen Unternehmen eingesetzt: Von der Reinigungsfirma bis zur Molkerei und sogar im Haushalt kann es zu Unfällen kommen, die einen derart umfangreichen Einsatz notwendig machen“, erklärt Oberbrandmeister Daniel Kruse.

Die Ausbildung erfolgte auch im Hinblick auf den sogeannten Gefahrgutzug des Landkreises Vorpommern- Rügen, wo die Bergener Wehr eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Sollte es zu Gefahrgutunfällen im Landkreis kommen, so werden die Bergener Kameradinnen und Kameraden mit sechs CSA Trägern ausrücken.

FM M. Lietz

Blaullichttag 2019

Tja! Wie schnell die Zeit vergeht. Vor fast zwei Jahren fand der „Blaulichttag“ im Stadtpark Rotensee statt.

Erinnert ihr euch zum Beispiel noch an den „fliegenden Hund“ von der Rettungshundestaffel Jasmund? Oder die gewaltigen Fettexplosionen unserer Feuerwehr? Oder die große Technik- und Fahrzeugschau? Oder die Vorführungen des Zolls? Oder… oder… oder?

Nicht? Na dann wird es aber höchste Eisenbahn, das Gedächtnis aufzufrischen. Zum Beispiel am 22. Juni 2019 von 10 bis 17 Uhr, wenn der „Blaulichttag“ seine Neuauflage erlebt.

Mit dabei sind unter anderem das DRK, der Zoll, die Deutsche Bahn und natürlich wir. Neben vielen Vorführungen gibt es auch wieder ordentlich Technik zum Anfassen, viele Infos rund ums Ehrenamt, ein musikalisches Rahmenprogramm, ganztätige Unterhaltung für die Kinder und – na klar! – ist auch an die hungrigen Mägen der großen und kleinen Besucher gedacht.

Also dann: Wir freuen uns sehr, euch und eure Familien und Freunde im Juni begrüßen zu können! Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch der ein oder andere, der dabei mithelfen möchte, unsere schöne Insel ein Stückchen sicherer zu machen.

FM M. Müller

Innenminister übergibt Fördermittelbescheide

Besichtigung in der Fahrzeughalle.

Am vergangenen Freitag nun war es soweit: Innenminister Lorenz Caffier übergab Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke zwei Fördermittelbescheide über ein neues Tanklöschfahrzeug sowie eine Drehleiter, die die rund 25 Jahre alte ersetzen wird. „Gleich zwei Fördermittelbescheide! Sowas gibt’s nur auf Rügen“, meinte Caffier augenzwinkert.

Angesprochen wurde in geselliger Runde bei hausgemachtem Schmalzbrot auch der Bau des neuen Gerätehauses. Standort, Kosten, Umfang – Caffier stellte sich den kritischen Fragen der anwesenden Stadtvertreter sowie der Kameradinnen und Kameraden. Zeitweise wurde es eine kontroverse Diskussion mit dem Minister.

Zwar ist das neue Gerätehaus, für das derzeit insgesamt 12 Fahrzeugstellplätze vorgesehen sind, noch immer in mehr oder weniger weiter Ferne – die Modernisierung unseres Fuhrparks rückte dagegen wieder ein gutes Stück in greifbare Nähe.

FM M. Müller

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen

André Muswieck und Anja Ratzke

„Das zurückliegende Jahr kann man nur als eine einzige Katastrophe bezeichnen“, begann Bergens Gemeindewehrführer Andrè Muswieck am vergangenen Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung der städtischen Freiwilligen Feuerwehr seinen Rechenschaftsbericht. „Damit meine ich die Fußball-WM“, fügte Muswieck trocken hinzu.

Langjähriges Engagemant

Doch auch der Sommer 2018 verlief alles andere als feucht-fröhlich für die 57 aktiven Kameradinnen und Kameraden der Wehr: Während der langen Hitzeperiode kam es vermehrt zu Bränden an Bahndämmen und auf Feldern – häufig auch bei Einsätzen außerhalb des eigenen Ausrückbereiches, zu denen die Bergener überdurchschnittlich oft zu Hilfe gerufen worden sind. Ebenfalls deutlich gestiegen sind Alarmierungen zu Technischen Hilfeleistungen, etwa um Verletzte aus verunfallten Fahrzeugen zu retten. Bei den insgesamt 127 Einsätzen konnten so 83 Personen unverletzt und 9 verletzt gerettet werden. Zwei Menschen erreichte leider jede Hilfe zu spät.

Wolfgang Czogalla

Wie in jedem Jahr kam es auch zu Beförderungen. So wurden u. a. Oberlöschmeister Frank Hoffmann und Jette Steltner nicht nur für ihr 20-jähriges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr geehrt, sondern Steltner auch in den Rang einer Löschmeisterin erhoben. Auf immerhin 50 Jahre Mitgliedschaft in Bergens Wehr zurückblicken kann inzwischen Wolfgang Czogalla, wofür dem Gerätewart ebenfalls von Wehrführung und Vertretern der Stadt herzlich gedankt worden ist. Weiterhin befördert und geehrt worden sind: Florian Stewen (Oberfeuerwehrmann), Tobias Fürch (Oberfeuerwehrmann), Sven Behling (Oberfeuerwehrmann), Georg Bötzer (Hauptfeuerwehrmann, 10 Jahre FF), Marvin Pape (Hauptfeuerwehrmann), Martin Sachtleben (Hauptfeuerwehrmann), Marvin Szikszai (Hauptfeuerwehrmann), Jeromé-Steffen Appelbohm (10 Jahre FF) und Bianca Pfeiffer (Ehrennadel in Silber).

Bianca Pfeiffer

Ein emotionales Thema während des Rechenschaftsberichtes und der Grußworte durch Vertreter der Stadt war der Ausblick auf die Zukunft: „Es gibt bei uns keine Möglichkeit, nach dem Einsatz zu duschen oder innerhalb des Gebäudes auf das WC zu gehen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben keine eigene Umkleide“, mahnte Muswieck den Zustand des in die Jahre gekommenen Gerätehauses an, das heute durch seine bauliche Form längst nicht mehr den Ansprüchen einer modernen Feuerwehr genüge. Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke antwortete darauf, dass das neue Gerätehaus zwar noch in Planung bleibe, jedoch in das kommende Städtebauförderungsprogramm aufgenommen werde, sodass ab dem Jahr 2021 eventuell mit dem Bau begonnen werden könne. „Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt ist unerlässlich. Nicht nur für die Sicherheit der Gemeinde, sondern auch unserer Insel“, würdigte Anja Ratzke die ausschließlich ehrenamtliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden.

Immerhin aber konnte die Bürgermeisterin vermelden, dass noch im März zwei Fördermittelbescheide durch Innenminister Lorenz Caffier für ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) sowie eine Drehleiter übergeben werden.

FM M. Müller

114 & 25: Großes Feuerwehr-Doppeljubiläum

114 Jahre – und kein bisschen alt! Am 19. Januar 2019 begingen die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergen auf Rügen und ihr Förderverein ihren Geburtstag. Und der wurde inzwischen traditionell im „Parkhotel“ gefeiert, denn der Förderverein der Feuerwehr kann mittlerweile auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken. Ein Vierteljahrhundert. Zu diesem Anlass kamen nicht nur Vertreter der Stadt, sondern auch Abordnungen anderer Feuerwehren, des Landesfeuerwehrberandes und Sponsoren zusammen, mit deren Zuwendungen die Freiwillige Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen in vielen Bereichen gut unterstützt werden kann.

In den Ansprachen der Stadt- und Feuerwehrvertreter wurde ganz besonders die Wichtig- und auch Einmaligkeit der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland hervorgehoben, denn die Bundesrepublik ist das einzige Land in Europa, dass den Brandschutz größtenteils mit Hilfe ehrenamtlicher Frauen und Männer gewährleistet. Gedankt wurde den Kameradinnen und Kameraden des Landes auch für ihren Einsatz im vergangenen Sommer, als rund 10.000 Feuerwehrleute während der Dürre die Sicherheit der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns gewährleisteten.

Großer Dank gebührte an dieser Stelle den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergen auf Rügen. So könne „der Dank gar nicht groß genug sein für die hervorragende Leistung, die hier erbracht wird.“ Und weiter: „Bergen kann stolz sein auf seine Brandschützer sein, denn hier kann man sich sicher fühlen. Die Stadt wird auch weiterhin hinter ihre Feuerwehr stehen und deren Arbeit so gut wie möglich unterstützen.

Aus diesem Anlass wurden auch zahlreiche Ehrungen verliehen. So gingen an die Kameradinnen und Kameraden:

  • OFM Marvin Szikszai und OFM Georg Bötzer die Brandschutzehrenspange für die 10-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr
  • HLM Helmut Seilert das Brandschutzehrenzeichen in Silber für die 25-jährige Mitgliedschaft im der Feuerwehr
  • HFF Jette Steltner, HFF Bianca Pfeiffer und HFM Mathias Jerke die Ehrennadel des LFV M-V in Silber
  • LM Annett Muswieck, Martin Lange und Sebastian Much die Ehrennadel des LFV M-V in Gold
  • ABM Frank Blohm das Deutsche Feuerwehrkreuz in Silbe

sowie an die Förderer und Sponsoren:

  • Malermeister Volker Reining das Förderschild „Partner unserer Feuerwehr“
  • Sven Fröhlich und Aimo Brandt die Medaille des Feuerwehrfördervereins in Silber
  • Kristine Kasten die Medaille des Feuerwehrfördervereins in Gold
  • Rolf Stabenow und Rainer Eckers die Deutsche Feuerwehrehrenmedaillie
  • Benno Kondziella die Silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes

Wir gratulieren allen ausgezeichneten und wünschen für Zukunft nur das Beste.

FM M. Müller

„Hurra! Es… schneit?!“

Nein, so weit war es gestern zum Dienstabend dann zwar doch noch nicht, und es war auch keine Schneekanone, die wir da auf dem alten Armeegelände zwischen Bergen und Putbus aufgebaut hatten – Trainiert wurde mit zwei verschiedenen Schaumrohren unseres neuen HLF20. Für ausreichende Helligkeit dabei sorgte aber nicht nur die Fahrzeugbeleuchtung, sondern die Beleuchtung von Einsatzstellen mittels verschiedener Lichtquellen ist gleich mitgeübt worden. Und so verwandelte sich binnen weniger Minuten das Vorgelände eines alten Garagenkomplexes in eine hell erleuchete Schaumlandschaft. Übrigens: Schaum, der 100% biologisch abbaubar ist, wird zumeist gegen Fahrzeugbrände eingesetzt.

Und auch sonst gibt es etwas Neues: Unser jüngst eingetretenes aktives Mitglied Jerome Appelbohm, der von der Gingster Freiwilligen Feuerwehr zu uns gewechselt und den Kameraden Danilo Wiegel, der seine Probezeit bestanden hat und seit gestern vollwertiges Mitglied in unseren Reihen geworden ist. Herzlich willkommen bei uns!

FM M. Müller