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„Hurra! Es… schneit?!“

Nein, so weit war es gestern zum Dienstabend dann zwar doch noch nicht, und es war auch keine Schneekanone, die wir da auf dem alten Armeegelände zwischen Bergen und Putbus aufgebaut hatten – Trainiert wurde mit zwei verschiedenen Schaumrohren unseres neuen HLF20. Für ausreichende Helligkeit dabei sorgte aber nicht nur die Fahrzeugbeleuchtung, sondern die Beleuchtung von Einsatzstellen mittels verschiedener Lichtquellen ist gleich mitgeübt worden. Und so verwandelte sich binnen weniger Minuten das Vorgelände eines alten Garagenkomplexes in eine hell erleuchete Schaumlandschaft. Übrigens: Schaum, der 100% biologisch abbaubar ist, wird zumeist gegen Fahrzeugbrände eingesetzt.

Und auch sonst gibt es etwas Neues: Unser jüngst eingetretenes aktives Mitglied Jerome Appelbohm, der von der Gingster Freiwilligen Feuerwehr zu uns gewechselt und den Kameraden Danilo Wiegel, der seine Probezeit bestanden hat und seit gestern vollwertiges Mitglied in unseren Reihen geworden ist. Herzlich willkommen bei uns!

FM M. Müller

Neue Drehleiter vorgestellt

Das neueste Modell.

„23 Jahre? – Das ist doch kein Alter!“ Doch, für ein Feuerwehrfahrzeug schon. Vor allem, wenn es um Technologien geht. Denn die entwickeln sich rasend schnell und besonders auf dem Gebiet der Feuerwehrtechnik kann jeder kleine Fortschritt dabei helfen, unser aller Leben ein Stückchen sicherer zu machen.

Fast ein Vierteljahrhundert ist unsere Drehleiter nun bereits in bewährtem Einsatz und damit älter als manch einer unserer Kameradinnen und Kameraden. Vieles an ihr entspricht nicht mehr ganz dem Stand der modernen Technik und was früher hochmodern war, ist heute schon wieder überholt. Vom Zahn der Zeit, der trotz bester Pflege durch unseren Gerätewart an ihr nagt, einmal ganz zu schweigen.

Seitenansicht.

Am 25. Oktober 2018 war bei uns, der Bergener Freiwilligen Feuerwehr, Besuch des Feuerwehrfahrzeugherstellers Rosenbauer aus dem Karlsruher Kompetenzzentrum zu Gast. Mit im Gepäck hatten die Unternehmensvertreter das neueste Drehleitermodell aus ihrem Hause dabei: Aufgebaut auf einem Mercedes-Benz-Atego-Fahrgestell handelt es sich dabei um einen echten Allrounder, vollgestopft mit Technik bis unter das Dach.

Der Multifunktionskorb.

Besonders hervorgehoben wurden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeuges, das vor allem für den Einsatz in Kleinstädten konzipiert worden ist. Denn wer kennt es nicht, unser Bergen: Enge und verwinkelte Straßen, Gefälle, viergeschossige Wohngebäude. Hatten wir mit unserer Drehleiter im Einsatzfall bisher oft Platzprobleme, bietet das neue Rosenbauermodell volle Flexibilität auch auf engstem Raum, denn die Gelenkleiter ist fünfgliedrig konzipiert und erreicht so auch schon die unteren Etagen von Gebäuden. Auch der sehr geräumige und offen zugängliche Multifunktionskorb hilft dabei, Kranke und Verletzte über das Fenster zu evakuieren. Das Absenken ist immerhin schon bei einer Ausfahrlänge von nur 6m möglich – und das zu ebener Erde. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Tragkraft von 500 kg bzw. 5 Personen. Zum Vergleich: Der Korb unserer Drehleiter fasst maximal 2 Personen bei einer Belastung von 270 kg und muss gebückt bestiegen werden. Große Augen wurden allerdings gemacht, als die Stützen ausgefahren worden sind: Plötzlich stand das ganze Fahrzeug in Schieflage, um ein Gefälle zu simulieren. Und selbst das Aufständern lediglich auf Fahrzeugbreite ist möglich: Bei den schmalen Straßen in der Innenstadt ein unschätzbarer Vorteil

Das ist Begeisterung!

Der große Technologiesprung jedoch zeigte sich „unter der Haube“: Zahnräder und verschiedene Hydraulikventilsysteme gibt es nicht mehr. Stattdessen hängt alles an einem zentralen Hydrauliksystem, das sich bequem vom ergonomischen Hauptbedienstand steuern lässt, der sich ganz dem Winkel der Gelenkleiter anpasst. Die Zeit der steifen Nacken ist damit vorbei.

In Schieflage.

Eindruck schindete auch die Beleuchtung. Wie unser neues HLF20 verfügt die Drehleiter über eine LED-Rundumbeleuchtung statt einer punktuellen. Mit einem Handscheinwerfer muss man nun nicht mehr leuchten, wenn man in einem der vielen Fächer einen Ausrüstungsgegenstand sucht. Apropos: Besonders auffällig ist auch das etwas verlängerte Führerhaus, das reichlichen Stauraum für gleich zwei Schleifkorbtragen, Atemschutzgeräte, eine Motorkettensäge und viele weitere Werkzeuge aus dem Feuerwehralltag beinhaltet.

„Nehmt unsere mit. Die hier könnt ihr gleich hier lassen“, feixt gegen Ende des Abends Kamerad Matthias Jerke. Und wirklich: Die Maschine hat bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck hinterlassen.

FM M. Müller

Da bleibt kein Auge trocken

Das HLF20.

Donnerstagabend – Feuerwehrabend. Nicht nur zu Einsätzen kommen unsere Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zusammen, sondern auch an den vierzehntäglichen Dienstabenden. Das ist Pflicht. Denn immer wieder müssen bereits erlernte Handgriffe gefestigt und wiederholt, neue dazugelernt werden. Rund um Einsätze mit dem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF20) ging es an einem solchen Abend Mitte April.

Nebelige Angelegenheit.

Der Einsatz des Nebellöschsystems und der Rettungssäge steht dieses Mal auf dem Plan. Neben einer eigens aufgebauten Wohnungstür postieren sich Daniel Kruse & Martin Lange und weisen die versammelte Mannschaft ein. „Ein Nebellöschsystem ist vielseitig einsetzbar“, erklärt Kruse. So kann man mit diesem System, das man in Fachkreisen auch Fognail nennt, unter anderem Räume abkühlen, ohne eine Tür direkt zu öffnen, beispielsweise bei Wohnungsbränden in voller Ausdehnung. Eine effektivere Anwendung findet man jedoch bei Dachstuhlbränden. Mit diesem Löschsystem kann man Entstehungsbrände im Dachstuhl schnell löschen und somit eine katastrophale Ausbreitung verhindern, indem man ein kleines Loch in das Dach schlägt und dort die Löschlanze durchsteckt. Durch den feinen Wassernebel, kann man Entstehungsbrände schnell in den Griff bekommen und somit eine Ausbreitung zu einem Dachstuhlbrand in voller Ausdehnung verhindern.  Ein anschließender Innenangriff, um eine abschließende Kontrolle zu machen, muss trotzdem durchgeführt werden. Man spart zum einen sehr viel Wasser und vermeidet somit auch einen erheblichen Wasserschaden und am Ende hat man eine wesentlich kürzere Einsatzzeit. Auch kann man mit der richtigen Lanze PKW-Brände schnell und mit sehr wenig Wasser löschen. Wichtig ist das Training mit diesem System, damit man es sicher und effektiv einsetzen kann. „Probiert es selber aus und macht euch ein Bild davon“, gibt Kruse den Befehl. Mit einem Metalldorn und einem einzigen Schlag gegen die Tür schafft sich das erste Zweier-Team seinen „Spion“: In Windeseile ist die Lanze durchgesteckt und das Wasser aufgedreht, das in weitwinkeligem Sprühstrahl von der anderen Seite der Tür in feinen Tröpfchen herausschießt.

Mit der Twin-Saw im Einsatz.

Gänzlich trocken bleibt es dagegen an der zweiten Station und der Rettungssäge, deren Einsatz Bergens Wehrführer André Muswieck erklärt: „Damit kann man einfach alles schneiden. Bis auf Stein und spanende Metalle, wie etwa Eisenbahnschienen“, führt Muswieck in den Gebrauch dieses Werkzeuges ein, das an einen übergroßen Trennschleifer erinnert. Doch statt einer Schmirgelscheibe rotieren hier zwei gegenläufige Metallsägeblätter in der Maschine. „Wir haben hier den großen Vorteil, dass der Funkenflug minimiert wird und der ständige Austausch von abgenutzten Trennscheiben entfällt“, so der Hauptbrandmeister weiter. Natürlich steht auch hier die Sicherheit an erster Stelle und so ist neben Gesichts- und Hörschutz auch spezielle Schnittschutzkleidung beim Einsatz Pflicht. Nach der Einweisung geht es auch schon los und die Säge läuft. An einem ausrangierten Tankbehälter probiert sich Kameradin Annett Muswieck aus. Kraftvoll sägt sie sich durch das Material, bis das angestrebte Ziel erreicht ist.

Aufbau des Wasserwerfers.

Zum Schluss des Dienstabends steigen schließlich noch einige Kameradinnen und Kameraden dem im Januar übergebenen HLF20 buchstäblich aufs Dach und bauen den mächtigen Wasserwerfer auf. „Wasser marsch“ ertönt das Kommando, Maschinist Otto Chimm betätigt die Pumpe und schon schießt ein starker Wasserstrahl in Richtung des Hubschrauberlandeplatzes der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Weil es an diesem Tag allerdings sehr windig ist, bleibt dabei kein Auge trocken.

Wieder was gesehen, wieder was gelernt. So kann man diese spannenden Stunden mitten in unserem Bergen auf Rügen zusammenfassen. Donnerstagabend – Feuerwehrabend.

FM M. Müller

1000 kleine und große Fragen

Kameradin Pfeiffer erklärt das HLF20.

„Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt bleibt dumm!“ Unter diesem Motto stand der Besuch zweier Schulklassen der dritten Jahrgangsstufe der Grundschule „Am Rugard“, die uns am 20. und 21. Februar im Rahmen einer Exkursion besucht hatten.

Besonderes Interesse zog dabei das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug auf sich, nach dem schon bei der Begrüßung durch Bergens neuen stellvertretenden Wehrführer Daniel Kruse und sieben weitere Kameradinnen und Kameraden gefragt wurde, die sich an diesen beiden Vormittagen für die kleinen Gäste viel Zeit genommen hatten. Der Neugier der Kinder öffneten sich in Windeseile Tür und Tor und schnell waren alle um den brandneuen Boliden der Feuerwehr versammelt. „Wofür braucht man denn den Hammer?“ „Sind das gelbe Flammen auf dem Lack?“ „Warum ist auf dem einen Helm ein rotes A und auf dem anderen nicht?“ waren nur einige der vielen Fragen, die gestellt worden sind, nachdem die ersten Blicke auf die zahlreichen Gerätefächer voller Werkzeug und Ausrüstungsgegenstände geworfen worden sind.

Lichtshow in der Kabine.

Kameradin Bianca Pfeiffer beantwortete gern alle Fragen der Schülerinnen und Schüler und nahm sogleich mit den Gästen in der Kabine Platz, in der vor allem die moderne LED-Beleuchtung bewundert wurde: „Da ist ja sogar das Geländer in der Tür mit Licht, das ist toll!“ war etwa zu hören. Einige der Kinder konnten sogar in der Fahrerkabine Platz nehmen, in der ihnen von der Bedienung des Blaulichts und Signalhorns bis zum Navigationsgerät und dem Funksystem viel Wissenswertes vermittelt werden konnte. „Irgendwann möchte ich auch mal so ein Auto fahren, aber das dauert noch, bin ja erst 8 Jahre alt“, meinte etwas wehmütig ein Mädchen, als es seine Hände an das große Lenkrad legte.

Erste Anprobe für später.

Kamerad Rico Döhring erklärte unterdessen einer anderen Kinderschar die Funktionsweise der Drehleiter: „Wenn wir mit dem Korb hochfahren, haben wir hier die beiden Hubzylinder, die die Leiter  aufrichten, sie so bis auf 30 Meter Höhe ausfahren kann und abgestützt ist – da steckt ganz schön Dampf hinter“, erklärte der stellvertretende Gerätewart. Auch die historische Ausstellung fand großen Anklang, in der aus 113 Jahren Feuerwehrgeschichte allerhand Exponate zu besichtigen sind.

Zum Abschluss wurde die Drehleiter für ein Gruppenfoto vor die Fahrzeughalle gefahren, bevor es für den Besuch wieder zurück zur Schulbank ging. Alles in allem war es nicht nur für die kleinen Gäste eine lohnenswerte Veranstaltung, sondern auch für unsere Kameradinnen und Kameraden, die sich über das lebhafte Interesse sehr gefreut haben. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir einige der Grundschüler in wenigen Jahren in unserer Jugendfeuerwehr wieder.

FMA M. Müller

113 Jahre Freiwillige Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Freiwillige Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen“ hieß es am 20. Januar 2018, denn unsere Feuerwehr ist mittlerweile 113 Jahre alt geworden und gehört damit zu den ältesten der Insel. Anlässlich dieses Jubiläums wurden alle Kameradinnen und Kameraden der FF Bergen, der Feuerwehrförderverein, der Stadtpräsident sowie die Bürgermeisterin der Stadt Bergen auf Rügen eingeladen.

Wehrfüjrer André Muswieck.

Ein großer Feuerwehrball sollte es indes nicht werden, da waren sich alle einig. Aber gar nichts zu machen kam auch nicht in Frage. Und so einigte man sich auf ein leckeres Abendessen im Parkhotel in Bergen. Bevor sich alle auf das köstlich angerichtete Buffet stürzen konnten, hielt der Gemeindewehrführer der FF Stadt Bergen auf Rügen, Kamerad Andrè Muswieck noch ein kurze Rede zum 113. Geburtstag. So erzählte er den Gästen und den Kameradinnen und Kameraden, dass er aus Neugierde mal die Zahl 113 bei Google eingegeben hatte und doch ebenso amüsiert wie erstaunt über die Suchergebnisse gewesen war. Muswieck berichtete kurz über das vergangene Jahr und schweifte ganz kurz und knapp in das laufende. Nach nur wenigen Minuten war Kamerad Muswieck mit seinen Ausführungen fertig und wünschte allen Anwesenden einen schönen und gemütlichen Abend.

Natürlich gab es auch Grußworte an diesem Abend. So ergriff die stellvertretende Stadtpräsidentin Frau Monika Quade das erste, dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihre geleistete Arbeit und wünschte uns weiterhin viel Erfolg und Kraft bei der Bewältigung der weiter anstehenden Aufgaben.

Bürgermeisterin Ratzke bei ihrem Grußwort.

Dann ergriff auch unsere Bürgermeisterin Frau Anja Ratzke das Mikrofon. Neben den Danksagungen an die Kameradinnen und Kameraden hatte Frau Ratzke gleich zwei Überraschungen parat: Zum einen überreichte sie unserem Gemeindewehrführer einen Gutschein mit dem sich die Kameradinnen und Kameraden einen schönen Abend machen sollen. Die zweite Überraschung war das symbolische Überreichen des Kennzeichens für das neue HLF 20 an den Gemeindewehrführer. Frau Ratzke gab auch noch einen kurzen Ausblick auf das laufende Jahr 2018. Doch auch hier vergingen nur wenige Minuten, so dass alle Anwesenden nicht lange auf das angerichtete Buffet warten mussten.

In Feierlaune.

Nachdem alle gegessen hatten, bestand für die Kameradinnen und Kameraden noch die Möglichkeit, ins Feuerwehrgerätehaus zu gehen und dort den Abend bei einem lockeren Gespräch ausklingen zu lassen, was auch viele in Anspruch genommen haben.

Alles in allem, war es wieder ein sehr gelungener Abend und die Kameradinnen und Kameraden der FF Stadt Bergen auf Rügen freuen sich schon jetzt auf 2019, wenn die Freiwillige Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen ihren 114. Gründungstag begehen wird. Zum Schluss möchten für uns beim Team des Parkhotels für das leckere Essen und die tolle Bedienung bedanken.

Hauptlöschmeister Daniel Kruse

Rettungskarten – Dem Fortschritt hinterher

Fahrzeugschau im Gerätehaus.

„Der Diesel ist tot!“ – man hört diesen Satz in letzter Zeit immer öfter. Und selbst dem Benziner scheint es in den kommenden Jahren an den Kragen zu gehen, glaubt man den Rufen aus der Politik. Doch auch der Zahn der Zeit nagt an den beiden inzwischen über 100 Jahre alten Motoren. Zwar fristen PKW mit alternativen Antrieben in der Bundesrepublik mit einem Anteil von rund 1,7 % (Stand: 2016) noch immer ein Schattendasein, allerdings wächst ihre Verbreitung ebenso wie das Umweltbewusstsein stetig. Doch ob Auto-Gas-, Elektro- oder Hybridtechnologie – beide Antriebsarten stellen zusammen mit immer mehr eingebauten elektronischen Finessen auch die Rettungskräfte vor gewaltige Herausforderungen, vor allem bei Unfällen.

Ein falscher Benziner.

Szenenwechsel: In der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen parken an diesem Donnerstagabend, Dienstabend, statt der üblichen Feuerwehr-, drei Privatfahrzeuge buchstäblich im Zentrum des Interesses. Gebannt stehen um einen Audi A6-Quattro herum einige Kameradinnen und Kameraden. „Wir stellen uns vor: Das Auto ist verunglückt, wir wurden zu einem Technische-Hilfe-Einsatz (TH) gerufen, müssen mindestens eine Person daraus befreien – was haben wir zu beachten und vor allem: Was müssen wir nach der Ankunft über das Fahrzeug wissen?“ beschreibt Hauptlöschmeister Andreas Burwitz, der im Hauptberuf als Disponent in der Rettungsleitstelle Stralsund tätig ist, die Situation. Die Feuerwehrleute gehen um das Fahrzeug herum, überlegen nicht lange, sammeln die Antworten: „Die Airbags haben offenbar nicht ausgelöst, es sind zwei leere Kindersitze auf der Rückbank, die Batterie ist hinten im Kofferraum und…“ einen genauen Blick auf die Typbezeichnung am Heck werfend „…es ist ein Benziner.“ Doch falsch gedacht! Denn bei diesem Audi-A6 handelt es sich um einen nachgerüsteten Kombi mit Auto-Gas-Antrieb und einem unterhalb des Kofferraums verborgenem Tank, der äußerlich, anders als Neufahrzeuge, nicht als solcher gekennzeichnet werden muss. Fatal ist auch, dass weder Betriebsanleitung, noch Rettungskarte vorhanden sind.

Hybrid voller Technik.

Auf dieser wäre ganz genau verzeichnet, wo unter anderem Airbags verbaut sind, wichtige Leitungen und Kabel entlangführen und wo man mit dem Rettungsgerät besser nicht zu arbeiten beginnen sollte, wolle man sein eigenes Leben und das des Verunglückten im Einsatz nicht in Gefahr bringen. Doch verfügen nur wenige PKW über solche Karten, die zumindest bei Neufahrzeugen rasch auffindbar meist hinter der Sonnenblende verstaut sind. Wenn überhaupt: „Das ist eigentlich ein Unding, die müssten zur Pflicht werden“, meint Gemeindewehrführer André Muswieck. „Die Fahrzeuge werden technisch immer aufwendiger und wir stehen dann da und wissen nicht, wo wir ansetzen können, ohne selbst zu verunglücken, während es eigentlich um Sekunden geht“, fährt er fort.

Gefährliche Farben im Toyota.

Dieser Umstand kommt besonders beim Toyota RAV-4-Hybrid zum Tragen, den das Autohaus Schuett-Ahrens aus Bergen an diesem Abend zur Verfügung gestellt hat. Über den offenen Motor gebeugt steht Hauptfeuerwehrmann Rico Döhring und erklärt einigen Kameradinnen und Kameraden, was es eigentlich mit diesen ominösen dicken, orange-leuchtenden Kabeln auf sich hat, die in eine blankpolierte Edelstahlbox münden, das Herz des Hybrid-Antriebes. „Dabei handelt es sich um Starkstromkabel, die 300 Volt führen. Auf keinen Fall anfassen! Auch nicht, wenn das Fahrzeug scheinbar ohne Energie ist“, warnt Döhring. Daneben aufgereiht sind eine Reihe von weiteren Kabeln und etlichen Sicherungen, zwischen denen Behälter mit leuchtend gelbem Öl und violetter Kühlflüssigkeit wie Cocktailgläser verbaut sind. Und noch mehr Kabel. Und noch mehr Leitungen. „Mit einem klassischen Motor, der relativ einfach strukturiert ist und wie man ihn schon in der Schule kennenlernt, hat das hier eigentlich gar nichts mehr zu tun“, ergänzt Andreas Burwitz aus einiger Entfernung und kommt hinzu, in seinem Schlepptau Hauptfeuerwehrfrau Jette Steltner, die ein aufgeklapptes Notebook trägt.

Jette Steltner und die Rettungskarten.

„Rettungskarten in Straßenfahrzeugen sind tatsächlich keine Pflicht, aber gerade bei einem solchen Hybriden steht man als Feuerwehrmann im Einsatz selbst als technisch versierter Mensch erst einmal wegen der schier unüberschaubaren Vielzahl von Fahrzeugtypen ratlos da“, erklärt Burwitz. Denn zuallererst müsse immer die Batterie abgeklemmt werden, um etwa zu verhindern, dass sich noch nicht ausgelöste Airbags während der Menschenrettung explosionsartig entfalten. Sind weder Rettungskarte noch Bedienungsanleitung im Fahrzeug vorhanden, beides schreibt der Gesetzgeber bis heute übrigens nicht vor, springt die oft weit entfernte Rettungsleitstelle per Funksprechverbindung ein. Dort sind in einer Datenbank alle Rettungskarten der meisten Fahrzeugtypen und -modelle gespeichert. In einer solchen blättert Steltner in diesem Moment auf ihrem Notebook. „Zuerst wird Abdeckung 2 geöffnet, dann…“, zitiert sie aus der mehrschrittigen Anleitung, bis schließlich die Batterie ausgeschaltet werden kann und das gesamte Fahrzeug stromlos ist. „So eine bebilderte Datenbank brauchen wir an sich auf jedem Einsatzfahrzeug“, kommentiert ein Kamerad. Zustimmung in der Runde. Denn jedes Fahrzeug ist anders und kaum einer kennt sie alle aus- und vor allem inwendig.

Selbst der unscheinbare graue Renault Clio direkt daneben ist voller Technik. Seine Batterie steckt, anders als beim Toyota und dem Audi, nicht im Kofferraum und verfügt zudem über ein Steuergerät, das wichtige Sicherheitsfunktionen, wie etwa Fahrsicherheits- assistenten reguliert. „Hier bitte niemals etwas manipulieren“, warnt Burwitz besonders im Hinblick auf noch nicht ausgelöste Airbags, die ebenfalls von diesem Computer kontrolliert werden. Und weiter: „Selbst ein scheinbar einfaches Auto, ein Kleinwagen, kann sich im Einsatzfall als unberechenbares Technik-Biest entpuppen, wenn man ohne Rettungskarte einfach so anfängt, eine der Säulen aufzuschneiden, um Insassen herauszuholen. Und das kann unter Umständen nicht nur das Leben des verunglückten Fahrers, sondern auch das der Retter kosten.“

Rettungskarte des ADAC.

Solange Rettungskarten nicht verpflichtend für jeden PKW an Bord sein müssen, ganz gleich ob mit Diesel-, Benzin-, Gas-, Hybrid- oder Elektroantrieb, bleibt bislang jeder Unfall unter Umständen ein gefährliches Glücksspiel. Doch sollte jeder Fahrzeughalter im Interesse der eigenen Sicherheit seinen PKW leicht auffindbar mit einer solchen ausrüsten. Rettungskarten sind zum Beispiel direkt beim Fahrzeughersteller, Automobilclubs wie dem ADAC oder auch in Internet-Datenbanken erhältlich.

FMA M. Müller (Text)
OBM T. Döhring (Fotos)

Langer Samstag

Kay Riedel vor den Belastungsproben.

Im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Bergen ist an diesem Samstag seit dem Morgen einiges los. Das Haus, in dem vor allem Lehrgänge und Weiterbildungen von Feuerwehren der Insel Rügen und auch vom Festland stattfinden, ist buchstäblich voll bis unter das Dach.

Aus dem Erdgeschoss dringt dichter Nebel. Dort befindet sich die sogenannte Atemschutzstrecke. Dabei handelt es sich um einen Parcours, der aus allerhand Hindernissen besteht. Mit voller Atemschutzausrüstung und sichtlich erschöpft kommt aus dem Trainingsraum Kamerad Kay Riedel, der den Durchgang in rund 20 Minuten absolviert hat: „Wir tappen bei all dem Dunst wirklich im Dunkeln, man sieht die Hand vor Augen nicht. Und trotzdem müssen Hindernisse erkannt, umgangen oder beseitigt, Türen geöffnet und geschlossen, verschiedene Etagen erklommen werden“, berichtet der Hauptfeuerwehrmann.

Der Leitstand der Atemschutzstrecke.

Bevor es allerdings in das Labyrinth aus niedrigen Käfigen geht, muss jedoch ein sportlicher Belastungstest bestanden werden. Innerhalb von zwei Minuten muss mit voller Atemschutzausrüstung, immerhin deutlich schwerer als 20 Kilogramm, eine Strecke von 19 Metern auf der Endlosleiter zurückgelegt, ebenso innerhalb von zwei Minuten ein Weg auf dem Laufband hinter sich gebracht werden. „Diese Auffrischung machen wir jedes Jahr. Zwar sind wir alle routiniert, doch es schleicht sich auch die Gefahr ein, sich darauf auszuruhen und mitunter schwerwiegende Fehler nicht mehr zu erkennen“, erklärt Riedel und legt seine Ausrüstung ab. Als eine von zwei teilnehmenden Frauen hat auch Bianca Pfeiffer, hauptberuflich Leiterin eines Bergener Pflegedienstes, die Strecke erfolgreich absolviert. Sie ist bereits seit acht Jahren Atemschutzgeräteträgerin und noch immer mit Herzblut dabei.

Einbinden einer Steckleiter.

Während sich unten die „alten Hasen“ schon wieder für den Abmarsch bereitmachen, kommen aus dem oberen Stockwerk 16 Feuerwehrmannanwärter und –anwärterinnen, die zur Zeit bei Kreisausbilder Daniel Kruse den Truppmannlehrgang besuchen und aus weiten Teilen der Insel stammen. „Bei den zu vermittelnden Inhalten dieser Ausbildung handelt es sich um die Grundlagen für die Arbeit in der Feuerwehr“, berichtet Kruse. Diese sind notwendig, um überhaupt Einsätze mitfahren zu können. Heute steht das Anschlagen von Geräten auf dem Lehrplan. Die dafür notwendige Knotenkunde wurde am vergangenen Wochenende vermittelt: Zimmermannsschlag, Mastwurf und Halbschlag sind dabei nur einige der Knoten, die im Schlaf beherrscht werden müssen.

Transport in das 1. Obergeschoss.

Auf dem Vorplatz des FTZ versammelt sich die Mannschaft, während Regen einsetzt. „Wir sind ja keine Schönwetterfeuerwehr und da stört das bisschen Wasser von oben nicht“, sagt Amtswehrführer Frank Blohm mit einem verschmitzten Lächeln, der heute mit dabei ist. Schon werden die ersten Steckleitern angeschlagen, die in das erste Stockwerk mittels Feuerwehrleinen transportiert werden müssen. „Steckleiterteile innerhalb von Einsatzobjekten sind lebensnotwendig zur Selbstrettung“, erläutert Blohm. „Ist der Rückweg über das Treppenhaus versperrt, benötigt man zum Abseilen einen Sicherungsanker. Dafür nutzen wir die Leiter, die quer hinter einen Türrahmen angebracht wird“, fährt der gestandene Feuerwehrmann fort. Doch auch andere Gerätschaften, wie Schläuche, Äxte und andere Werkzeuge werden häufig zeitsparend von außen nach innen transportiert, weswegen man unbedingt die Knoten beherrschen müsse, will man vermeiden, dass auf halber Strecke alles zu Boden fällt und im schlimmsten Fall zu Personenschäden führt. Nachmittags fahren die angehenden Truppmänner und –frauen zum Sana-Krankenhaus, um einen Dummy vom Dach abzuseilen und die Personenrettung zu trainieren.

Eisbeine unter Dampf.

Am Abend zieht ein verlockender Duft durch das Bergener Gerätehaus, denn der Gemeindewehrführer André Muswieck hat zum traditionellen Eisbeinessen eingeladen, zu dem neben etlichen Stadtvertreterinnen auch die Bürgermeisterin Anja Ratzke erschienen ist. Auch die Partner-Feuerwehr aus Oldenburg in Holstein ist mit einer Abordnung dabei. Schon am Vortag haben zahlreiche Mitglieder der Ehrenabteilung, der sogenannten „alten Garde“, dafür über 60 Eisbeine in der feuerwehreigenen Gulaschkanone vorbereitet.

Bianca Pfeiffer teilt aus.

Punkt 18 Uhr ist der Versammlungsraum voll, Muswieck dankt den anwesenden Kameradinnen und Kameraden für die in diesem Jahr bisher geleistete Arbeit und schon heißt es „Essen fassen!“ Bier oder andere alkoholische Getränke für die Einsatzabteilung gibt es an diesem langen Samstag allerdings keine – denn wenn der Melder einen Alarm signalisieren sollte, müssen sie schließlich sofort bereit sein und ausrücken, unsere Bergener Brandschützer.

FMA M. Müller

Feuerwehr unter Strom

Aufbau der Gerätschaften

Rügen ist Bahnland und steht seit rund 30 Jahren unter Strom – so lange läuft der Zugbetrieb auf der Insel bereits elektrisch. Das stellt auch die Freiwilligen Feuerwehren Rügens vor einige Aufgaben, denn nicht immer kann das Notfallmanagement der Deutschen Bahn AG sofort vor Ort sein, wenn etwas passiert. In diesem Fall müssen die Brandbekämpfer eingreifen, wenn sie denn eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Was alles bei solchen Ereignissen zu beachten ist, frischten insgesamt zehn Kameradinnen und Kameraden unserer Bergener Feuerwehr am 16. November auf.

Anklemmen des Erdungskabels

„Ein Kesselwagen verunglückt im Bahnhofsbereich, Mitarbeiter der Bahn müssen erst aus ihrer Zentrale anfahren und die Feuerwehr muss ran, denn die ist im Regelfall zuerst am Unfallort“, erklärt Bahnmeister Röske vor der versammelten Mannschaft. „Was ist nun zu tun?“ Zunächst informiere die Leitstelle der Bahn die Notrufzentrale, die der zuständigen Feuerwehr mitteilt, dass der Fahrdrahtstrom abgestellt sei. Sonst solle niemand sein Leben riskieren, denn durch die Leitungen fließen beträchtliche Energien: 15.000 Volt und 8 bis 9 Kiloampere sind es in der Regel. „Das reicht, um 10 Mal tödlich zu verunglücken“, warnt Röske.

Einhängen der Erdungsstange

Ist der Gleisabschnitt stromlos, kann die Feuerwehr sofort mit der Arbeit beginnen. Mittels Erdungskabel, das an die Schiene geschraubt wird, muss die Oberleitung zunächst geerdet werden. Das Kabel selbst wird an eine Erdungsstange angeschlossen, die in die Oberleitung gehängt wird. Dasselbe wird mit einer zweiten getan. Doch halt! „Bevor es an die Lösch- und Bergungsarbeiten geht, muss erst sichergestellt werden, dass der Spannungsprüfer grün leuchtet. Das bedeutet: Keine Gefahr!“, erläutert Röske. Im Anschluss an die Theorie folgte die Praxis, in der die Kameradinnen und Kameraden selbst den Aufbau übten. Zwei der zehn Anwesenden waren übrigens Frauen, die die Aufgaben natürlich problemlos meisterten. „Bei uns sind Männer und Frauen überall gleichberechtigt. Das sogenannte schwache Geschlecht gibt es bei uns gar nicht“, berichtet augenzwinkernd Anette Muswieck, die tagsüber als OP-Schwester im Bergener Krankenhaus arbeitet.

Neben der Ausbildung erfuhren die Feuerwehrleute auch allerhand Wissenswertes über die Modernsierungen auf der Bahnstrecke Stralsund – Sassnitz / Binz von Bahnmeister Röske. So werde der gesamte Bahnbetrieb ab Ende November auf das ESTW-System (elektronisches Stellwerk) umgestellt, das Unfälle durch menschliches Versagen weitgehend ausschalten wird. Auch dadurch wird Deutschlands Sonneninsel ein ganzes Stück sicherer. Und im Fall des Falles ist unsere Feuerwehr ohnehin sofort vor Ort.

FMA M. Müller

Nicht lang gefackelt!

Nicht lange Fackeln.

Sobald es Herbst und abends wieder früher dunkel wird, gehen in Bergen auf Rügen die Lampen an. Ob Laternenumzug oder Lichterfeste – überall wird im Feuerschein die kalte Jahreszeit eingeläutet. Natürlich sind bei diesen Festen wir als Brandschützer mit dabei, denn sicher ist sicher.

Am 3. November fand in der Inselhauptstadt der 1. Rügener Fackellauf statt und neben vielen großen und kleinen Gästen war auch die Freiwillige Feuerwehr am Start. Allerdings nicht als tüchtige Sportler, sondern zur Absicherung dieses Events, denn rund um die Bahn des Ernst-Moritz-Arndt-Stadions leuchteten insgesamt 80 Fackeln den Kursus aus, den die Teilnehmer in 30, 60 oder 90 Minuten umrundeten.

Bürgermeisterin Ratzke an der Kanone.

Pünktlich um 17 Uhr gab Bürgermeisterin Anja Ratzke den Startschuss von einer originalen Kanone der Störtebeker-Festspiele ab und schon zu diesem Zeitpunkt haben unsere Kameradinnen und Kameraden die ersten Runden gedreht, um die vielen Fackeln zu entfachen. Doch dabei blieb es nicht, denn es musste stetig kontrolliert werden, ob nicht etwa herabfallende Glut den Tartan-Platz beschädigte.

Feuerwerk.

Mit dabei war auch unsere Jugendfeuerwehr, von der etliche der Mädchen und Jungen selbst als Teilnehmer auf dem Platz ihre Runden drehten, während sie von den anderen nach Leibeskräften von den Rängen aus angefeuert worden sind. So viel Einsatz muss natürlich belohnt werden und so überreichten die Organisatoren der Veranstaltung am Ende 250 Euro als Spende für die Kasse unseres Nachwuchses.

Kamerad Fürch freut sich.

Zum Abschluss des Laufes fand schließlich noch ein spektakuläres Feuerwerk statt – doch war unsere Arbeit damit noch längst nicht vorbei. Die Fackeln mussten fachgerecht wieder gelöscht und eingesammelt, der umliegende Wald des Rugard nach möglichen Brandnestern abgesucht werden, die von eventuellen Querschlägern des Feuerwerkes hätten verursacht werden können.

Alles in allem gab es im Rahmen dieser erfolgreichen Veranstaltung für die Feuerwehr allerhand zu tun und auch wenn unsere Kameradinnen und Kameraden nicht selbst mitgelaufen sind, so haben sie dennoch etliche Kilometer geschrubbt. Und das – wie immer – freiwillig und ehrenamtlich.

FMA M. Müller

„Gut drauf“ in der Altstadt-Grundschule

Groß und Klein nebeneinander.

Ausgezeichnete Stimmung herrschte am 23. Juni 2017 in der Bergener Altstadt-Grundschule, die von Vertretern des Bildungsministeriums und des Schulamtes Greifswald erneut zur „Gut-Drauf-Schule“ gekürt worden ist. Bei „Gut drauf“ handelt es sich um ein gesundheitsförderndes Bildungs-Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das besonders die Verbesserung und Förderung des körperlich-geistigen Wohlbefindens von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 5 und 18 Jahren zum Ziel hat.

Das neue Malbuch.

Passend zum Anlass wurde auf dem Schulhof tüchtig gefeiert und natürlich war auch die Freiwillige Feuerwehr Stadt Bergen auf Rügen mit einer Abordnung samt Fahrzeug dabei. An einigen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr Wissen über den Brandschutz testen und dabei eines der neuen Malbücher ergattern, die der Kreisfeuerwehrverband Vorpommern-Rügen kürzlich herausgegeben hatte, sondern sich ebenso am Binden von Feuerwehrknoten versuchen. Auch das Tanklöschfahrzeug wurde in Beschlag genommen: Die ständig vollbesetzte Fahrerkabine, in der der kleine Nachwuchs bereits jetzt einen Helm der Großen ausprobieren durfte, sorgte ebenso für große Augen wie all die Schubladen, Hebel und Knäufe, die es am und im Fahrzeug selbst zu entdecken gab.

Erinnerungsfoto mit Feuerwehrmann Tom.

Nur alles ausprobieren – das ging natürlich nicht: „Da musst du leider noch 1 Jahr warten, bis du in die Jugendfeuerwehr eintreten kannst“, tröstete Kameradin Sarah Lockenvitz einen der kleinen Besucher, der sich dann doch vorerst mit einem gemeinsamen Erinnerungsfoto mit Feuerwehrmann Tom Fürstenberg vertrösten ließ.

FMA M. Müller