13 erfolgreiche Absolventen des TH-Lehrganges

Wo kein Schlüssel mehr hilft, muss die Schere ran.

Brände zu bekämpfen, das ist heute nur eine der zahlreichen Aufgaben, die die Freiwilligen Feuerwehren unseres Landes leisten müssen. Auch das Retten von Personen und Tieren aus verunglückten Fahrzeugen, die Beseitigung von Sturmschäden und sogar das Öffnen von verschlossenen Türen gehören dazu – denn hinter einer solchen könnte sich ein hilfloser Mensch in Gefahr befinden. Diese und noch viele Aufgaben mehr umfasst die Technische Hilfe (TH). Da muss die Ausbildung stimmen, damit später jeder Handgriff perfekt sitzt. Einen solchen Lehrgang schlossen nun insgesamt 13 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Stadt Bergen auf Rügen, Sundhagen und Stralsund ab.

Jetzt der richtige Handgriff!

In der insgesamt 35-stündigen Ausbildung, die an den vergangenen Wochenenden absolviert worden ist, erlangten die Teilnehmer_innen das Rüstzeug, das für den Arbeitsalltag notwendig ist. Wobei: „Das Wort Alltag sollte man eigentlich gar nicht benutzen, denn zum Beispiel jeder Verkehrsunfall ist anders“, erklärt Hauptlöschmeister Andreas Burwitz vor der versammelten Mannschaft. „Diesel-, Benzin-, Gas- und neuerdings vermehrt Hybridantriebe erfordern nicht nur grundverschiedene Handgriffe bei Unfallereignissen, sondern auch Sicherheitsvorkehrungen“, fährt Burwitz fort. Dies mache den Umgang mit Rettungskarten zur unabdingbaren Grundvoraussetzung, bevor man Spreizer und Schere an einem Fahrzeug ansetze. Schließlich soll nicht nur das Leben eines Verunfallten gerettet, sondern auch das der Retter nicht gefährdet werden. Auch das taktisch richtige Vorgehen, um Patienten aus Unfallfahrzeugen zu bergen wurde vermittelt. Denn immerhin gilt es, weitere Verletzungen unbedingt auszuschließen.

Eine Lastensicherung.

Daneben ist auch der Umgang mit allen möglichen Rettungsgeräten gelehrt worden: Pneumatische, hydraulische Rettungs- und Lasthebegeräte, wie etwa die Seilwinde gehören dazu. Kurzum alles, was in irgendeiner Weise zum Einsatz kommen könnte.

Die Feuerprobe bestand schließlich darin, zum Abschluss den Theorieteil zu bestehen und abschließend während eines simulierten Unfalls eine Person patientengerecht aus einem Fahrzeug zu retten und befreien, das das Black Bulls Stockcar Team äußerst realitätsnah vorbereitet hatte. Vielen Dank an dieser Stelle natürlich auch an den Sanitätszug Rügen des DRK, der etliche wichtige Impulse zur Patientenrettung beitrug.

FM M. Müller
HLM A. Burwitz